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  • AutorenbildCharlotte Regner

Wir entscheiden

Gefühle der Überlastung, gehäuftes Kranksein, Schwierigkeiten im beruflichen Kontext, Krisenherde im Innen und Außen - und die Spaltung unserer Gesellschaft. Wir sind mehr als gefordert. Wir sind mehr als sonst aufgefordert. Aufgefordert, Entscheidungen zu treffen. Für uns. Für unser Wohl. Und damit für das Wohl aller.



Es ist eine schwere Zeit, in der wir uns befinden. Viele sehnen sich nach Leichtigkeit, dass sich das Leben endlich wieder leichter anfühlt. Dieses Gefühl ist so nachvollziehbar. Wir scheinen mehr und mehr, schneller und schneller und umso deutlicher zu fühlen, was nicht mehr stimmig ist für uns, was so nicht mehr auszuhalten zu sein scheint. Dies betrifft Beziehungen ebenso wie den beruflichen Kontext. Da wir uns in einer Zeit des Umbruchs befinden und Brüche an allen Orten scheinbar an der Tagesordnung sind, ist es umso wichtiger, umso essentieller, zuallererst so gut es geht, unser eigenes Inneres zu harmonisieren, zu hegen, zu pflegen, zu heilen, zur Ruhe kommen zu lassen. Dazu gehört auch, erst einmal wieder in die körperliche Kraft zu kommen, die wir brauchen, um auch wirklich entscheidungsfähig zu sein, die Entscheidung mit unserem ganzen Sein zu treffen, nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit unserem Herzen.


Entscheidungen zu treffen heißt nicht, dass es immer große Entscheidungen sein müssen, nein, im Gegenteil. Eine Entscheidung treffen kann bedeuten, dass ich mich von meinem Gegenüber provozieren lasse, in den Konflikt mit einsteige oder nicht. Eine Entscheidung treffen kann bedeuten, dass ich kurz innehalte, mich darauf besinne, was mir wirklich wichtig ist und erst dann meinem Gegenüber meinen Standpunkt auf angemessene Art und Weise mitteile. Eine Entscheidung treffen kann bedeuten, dass ich in einer Klarheit meine eigenen Grenzen kommuniziere, ohne dabei zu verletzen. Eine Entscheidung treffen kann heißen, dass ich spontan etwas unternehme, was ich lange nicht getan habe, was mir aber jetzt in diesem Moment einfach Freude bereitet.


Selbstfürsorge ist nicht Egoismus. Selbstfürsorge ist eine Notwendigkeit. Nur, wer fürsorglich zu sich ist, kann dies auch anderen gegenüber sein. Und diese Fürsorge ist Teil eines friedlicheren Miteinanders, das nur wir erzeugen können. Jeder einzelne von uns.

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